Myriam de Wurstemberger

Photo by Love Weber

Hallo!

 

Ich heisse Myriam. Myriam De Wurstemberger.

Ja, es klingt komisch, nicht wahr?

Der Name stammt aus einer alten Adelsfamilie aus der Schweiz.

 

Seit ich denken kann, leben wir im Widerspruch zwischen einem aristokratischen Namen, historischer Vergangenheit, Reichtum und einem alten Familienwappen, deren Würde man nach aussen vertritt, in Kontrast zu einer Kindheit in eher bescheidenden Verhältnissen.

 

Der einzige Luxus aus unserer Familiengeschichte sind Luftschlösser und die Lust genussvoll zu leben.

 

Es ist mir zur täglichen Praxis geworden, mir Zeit zu nehmen, meinem inneren Kompass nachzuspüren und meiner Intuition zu folgen. Ich möchte mich von den Schichten äußerer Begrenzungen und Erwartungen befreien und aus dem Herzen erschaffen.

 

Eine Zeichnung, einen Wunsch, ein Gefühl, durch ein Handwerk in etwas Fassbares umzusetzen begeistert mich schon seit meiner Kindheit und führte mich dazu den Beruf der Damenschneiderin zu erlernen.

Doch durch die Arbeitsrealität mit ihren strikten Regeln, wie etwas zu tun sei und wie es zu sein hat, fühlte ich mich unglücklich und eingeengt.

Ich brauchte einige Zeit, um zu realisieren, dass nicht ich das Problem war und nicht ich mich anpassen musste, sondern, dass ich mir eine andere Arbeitsrealität schaffen kann.

 

Ich liebe Narrenfreiheit. Tun und lassen zu können, was man will und wann man es will, in einer anderen Realität zu sein und der Phantasie freien Lauf lassen zu können. Kunst zu machen vermittelt mir ein Gefühl dieser Freiheit.

 

Ich entschloss mich Fine Arts an der Hochschule der Künste Bern zu studieren. Während des Studiums interessierte ich mich mehr für das Machen, als für die Theorie darüber.

Ich muss in die Materie eintauchen, damit ich verstehe, um was es mir geht.

Durch den Prozess des Machens, komme ich zu Erkenntnissen die das Leben anbelangen, über zwischenmenschliche Beziehungen, Verhaltensmuster, Frau sein.

 

Während ich etwas tue, lerne ich und beginne zu wachsen. Das Zusammenführen des Schneiderhandwerks und der Kunst lässt mir ein breites Spektrum von Möglichkeiten offen. Ich kann Dinge erschaffen, wie praktische Kleidung, Accessoires oder ich kann mich in der Kunst tummeln und hervorholen was mich beschäftigt.